Bauen im Bestand

Aus alt wird neu

Von Paul Trebol · 2013

Kosten und Nutzen sollten bei Modernisierungen in einer Balance sein. Energetische Maßnahmen stehen aktuell im Fokus.

Auch wenn in der Regel am häufigsten über neue, oft spektakuläre Bauten gesprochen wird, fallen in der Menge die meisten Aktivitäten bei den Altbauten an. Der Bestand an Wohnungen, Bürogebäuden und gewerblichen Objekten ist eines der wesentlichen Betätigungsfelder der Bauwirtschaft. Ob energetische Sanierung, Umbau, Anbau oder Umnutzung – die Liste der Gründe für aktive Maßnahmen ist lang.

Da bei vorhandenen Bauten nicht einfach losgeplant werden kann, sind exakte Kenntnis des existierenden Gebäudes, die Qualität der Substanz, die Mängel, die Anbindungen und die eventuell vorhandenen behördlichen Restriktionen eines Altbaus Grundvoraussetzung für das Gelingen einer Modernisierung. Experten wie Architekten, Ingenieure oder Statiker gehen bei entsprechend komplizierten Vorhaben per Photogrammetrie, Bauteilendoskopie, fotografische Bestandsaufnahme an eine Analyse heran. Es muss sichergestellt sein, dass Untersuchungen umfassend gründlich und dabei schonend vorgenommen werden.

Eine totale Modernisierung ähnelt hinsichtlich der Organisation und Planung im Umfang einem Neubauprojekt. Alle Gewerke werden in einem Termin- und Kostenplan berücksichtigt und in Form einer modernen Projektentwicklung erfasst und gesteuert. Spezifisch konstruktive und bauphysikalische Verhältnisse sind dabei ebenso zu berücksichtigen wie die besonderen Ansprüche der Bauherren. In diesem Kontext ist eine Diskussion über Angemessenheit und eine Abwägung von Kosten und Nutzen mit den Experten wichtig. Nicht jede neue Technologie ist bei der Modernisierung oder Sanierung sinnvoll.

Ganzheitlicher Ansatz wird empfohlen

Besitzer von Bestandsimmobilen werden heute mit den vielfältigsten Problemen konfrontiert. Galoppierende Kosten, rückläufige Mieteinnahmen, steigende Anforderungen und mangelnde Funktionalität von Altimmobilien sind nur einige Beispiele. Notwendige Maßnahmen müssen ausgewogenen Lösungsansätzen gegenüber stehen. Ein ganzheitlicher Ansatz ist zu empfehlen, das heißt, Projekte ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich verantwortungsvoll umzusetzen.

Thema der Gegenwart ist die Energieeffizienz im Altbau und die zukünftige Herausforderung beim nachhaltigen Umgang mit Bestandsimmobilien. Energetische Modernisierungen des Gebäudebestands bieten nicht nur große Einsparpotenziale. Sie sind ein entscheidender Baustein der Energiewende und werden im Übrigen gefördert.Wie alt sind die Fenster? Wie effizient ist die Heizung? Ist die Außenfassade gegen Kälte und Nässe gedämmt? Wo pfeift der Wind durch? Ist das Dach isoliert? Der Besuch von Bauexperten ist bei dieser Analyse sehr zu empfehlen. In vielen Regionen wird ein Energiecheck gefördert. Modernisieren und sanieren ist darüber hinaus mit der kfW zu attraktiven Konditionen möglich. Gefördert werden sowohl einzelne Sanierungsmaßnahmen als auch Komplettsanierungen der Immobilie.

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