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Interview

„Photovoltaik ist jetzt konkurrenzfähig“

Von SOLARWATT · 2014

Trotz vieler Rückschläge in den vergangenen Jahren ist die Solarbranche für die Zukunft gerüstet, meint Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von SOLARWATT.

Herr Neuhaus, in den letzten Wochen und Monaten wurde viel über die Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) geredet und spekuliert. Wie zufrieden sind sie mit den Inhalten des ersten Gesetzentwurfs?

Durch den Gesetzesentwurf der Bundesregierung wird die Entwicklung der erneuerbaren Energien merklich ausgebremst – damit können wir nicht zufrieden sein. Über die letzten zwei Jahrzehnte hat der deutsche Steuerzahler Milliarden Euro in die Entwicklung und den Aufbau der erneuerbaren Energien investiert – in eine Technologie der Zukunft, die weltweit an Bedeutung gewinnt. Wir sind mittlerweile in der Lage eine Kilowattstunde Sonnenstrom für neun bis elf Cent zu produzieren. Plötzlich heißt es aus der Politik: Kommando zurück! Die Bundesregierung sollte gesicherte Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Technologien wie den erneuerbaren Energien schaffen. Stattdessen setzt sie aus Kostengründen weiter auf die Stromerzeugung aus Kohle. Dabei bringen die Vorschläge des Gesetzentwurfes gar nicht den gewünschten Kosteneffekt.

Wo steht die deutsche Solarbranche heute?

Die Solar­industrie hatte in den letzten Jahren viele Rückschläge zu verkraften: Förderkürzungen, ein Preisverfall von ­circa 70 Prozent, dazu hat sich der deutsche Solarmarkt fast halbiert. Wir haben trotzdem erreicht, dass die Photovoltaik heute konkurrenzfähig ist – die dezentrale Stromversorgung aus erneuerbaren Energien ist heute zu 95 Prozent durch unsere innovativen Technologien möglich.

Wie bewerten Sie die aktuelle Situation Ihrer Firma SOLARWATT?

Nach der Umstrukturierung im letzten Jahr sind wir durchfinanziert. Wir sind schuldenfrei und haben eine gesunde Gesellschafterstruktur. Das ermöglicht uns, langfristig denkend zu agieren und das schafft Vertrauen bei unseren Kunden. Die Umsätze sind im Moment zufriedenstellend. Obwohl der Markt schrumpft, konnten wir unseren Absatz in den vergangenen zwölf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vervierfachen. Unseren Marktanteil bei Anlagen für die private Nutzung und kleineren Gewerbeanlagen haben wir mittlerweile auf rund zehn Prozent erhöht.

Was unterscheidet SOLARWATT von seinen Mitbewerbern?

Ich würde spontan antworten, langjährige Expertise, herausragende Qualität, exklusive Partnerschaften zum Beispiel mit E.ON und BMW i und ganzheitliche Systeme zur Energieversorgung, die deutlich mehr als Photovoltaik beinhalten. Wir haben bereits 1993 mit der Produktion von Solarmodulen in Dresden begonnen. Damals waren wir Pioniere der Photovoltaik in Deutschland. Wir waren 1998 die ersten, die Glas-Glas-Module hergestellt haben. Im vergangenen Jahr waren wir erneut an der Spitze, mit den ersten Glas-Glas-Modulen, die nur zwei Millimeter dicke Gläser verwenden. Ein solches Modul ist nur hundert Gramm schwerer als ein Glas-Folie-Modul, dafür aber deutlich robuster, langlebiger und effizienter. War der Anteil dieser Module in der Vergangenheit noch eher gering, macht er heute rund ein Drittel unseres Geschäfts aus. Unsere Produkte sind technologisch das Maß der Dinge und werden ausschließlich in unserem Dresdner Werk gefertigt. Aber wir versprechen nicht nur Qualität, wir stehen auch dafür ein: Unsere Glas-Glas-Solarmodule haben eine Leistungs- und Produktgarantie von 30 Jahren.

Wie wird sich SOLARWATT und die Solarindustrie in den kommenden Jahren entwickeln?

In den kommenden Jahren erleben wir in der Solarbranche den nächsten Technologie- und Effizienzsprung. Dafür brauchen wir Forschung und Innovationen, denn auf dieser Ebene wird der sonnige Zukunftsmarkt in den kommenden Jahren entschieden. Wir von SOLARWATT werden dank unserer Expertise und unserer Technik auch in Zukunft Innovationen vorantreiben, davon bin ich überzeugt. Wir arbeiten zum Beispiel momentan an einem neuen Speichersystem, das ähnliche Maßstäbe setzen wird wie unsere Glas-Glas-Module. Außerdem werden wir in diesem Sommer unseren Energiemanager neu auflegen, der in Bezug auf Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit richtig Spaß macht und das ‚elektrische Gehirn‘ des Haushalts wird.

Wichtige Information für Bauherren und Architekten: Allgemeine bauliche Zulassung (AbZ):
SOLARWATT ist der erste Solarmodulhersteller mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für Glas-Glas-Solarmodule. Die Zulassung wurde dem Dresdner Unternehmen im März 2014 durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt und ist gültig für alle Bundesländer. Durch die Genehmigung des DIBt sind die Glas-Glas-Solarmodule von SOLARWATT ohne Einschränkung im öffentlichen Bereich einsetzbar – das Einholen von Einzelgenehmigungen ist nicht mehr nötig.

Kontakt

SOLARWATT GmbH
Maria-Reiche-Straße 2a
01109 Dresden
Telefon: +49 351 8895-0
E-Mail: info@solarwatt.de
Web: www.solarwatt.de

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