Nachhaltiges bauen

Auf den Langfristerfolg setzen

Von Inken Schönauer · 2014

Nachhaltiges Bauen rückt immer mehr in das Bewusstsein von Bauherren. Die Errichtung von Gebäuden soll künftig stärker im Einklang mit der Ökologie, Ökonomie und den Menschen stehen. Betrachtet wird dabei der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes.

Der Anspruch ist hoch. Beim nachhaltigen Bauen geht es um nichts weniger als die Bewahrung des Ökosystems und der Umwelt, die Ausrichtung auf den Nutzen für Mensch und Gesellschaft und die Optimierung und Steigerung der ökonomischen Potenziale eines Gebäudes. „Das Thema Nachhaltigkeit ist aus der Bau- und Immobilienbranche nicht mehr wegzudenken“, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Investoren, Bauherren, Bewohner und Nutzer würden von nachhaltig geplanten Gebäuden ebenso wie die Umwelt und zukünftige Generationen profitieren.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Olympischen Sommerspiele 2012 mit dem Argument nach London vergeben worden sind, dass die Sportstätten dort nachhaltig gebaut werden sollten, also auch für zukünftige Generationen nutzbar gemacht werden. Das 80.000 Zuschauer umfassende Olympiastadion wurde so konzipiert, dass es auf eine Arena von 25.000 Plätzen verkleinert werden konnte und damit auch für weniger große Veranstaltungen gut genutzt werden kann.

Gütesiegel auf dem Vormarsch

Die Grundidee für nachhaltiges Bauen stammt übrigens aus der Forstwirtschaft. So soll nicht mehr Holz gefällt werden als nachwachsen kann. Nachhaltigkeit am Bau betrachtet daher nicht nur den Aufwand der Herstellung, sondern den gesamten Lebenszyklus bis hin zum Rückbau und der Entsorgung oder dem Recycling von Baumaterialien. Genauso spielen auch die Betriebskosten eine Rolle. Denn vor allem bei Gewerbeimmobilien stellen diese Nutzungskosten über die Jahre oft einen wesentlich höheren Kosteneinsatz dar als die Planung und Errichtung. Um die Nachhaltigkeit eines Gebäudes überhaupt darstellbar zu machen, wird mittlerweile mit zahlreichen Gütesiegeln gearbeitet. Mit ihnen sollen Planungen und Prozesse optimiert oder auch die Gesamtkosten durch geringere Betriebskosten gesenkt werden.

Materialien und Verfahren im Blick

Eine Zahl zeigt, wo nachhaltiges Bauen vor allem ansetzen muss: Rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland gehen auf das Konto von Gebäuden und werden hier für Heizung, Beleuchtung und Klimatisierung verbraucht. Also ist es sinnvoll, beim nachhaltigen Bauen auf Materialen und Verfahren zu setzen, die Immobilien in dieser Hinsicht verbessern und effizienter gestalten. Die Bundesregierung hat sich dieses Thema groß auf die Fahnen geschrieben. Das Bauministerium verfasst immer wieder eigene Leitfäden zum nachhaltigen Bauen. Diese umfassen auch einen Kriterienkatalog zur ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten für Gebäude. Anhand verschiedener Teilaspekte und Gewichtungen kann ein Gebäude dann mit einer Gesamtnote zur Bewertung versehen werden.

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